Thursday, September 8, 2011

Roadtrip Arizona + Chicago

Deutsch:


Die letzten Wochen verbrachten wir mit einem Roadtrip durch ein paar der beeindruckendsten Landschaften, die wir auf der Reise gesehen haben. Es wäre relativ eintönig, chronologisch zu beschreiben, was wir gemacht haben (Steinlandschaft bewundern, Wandern, viel Wasser trinken, im Zelt schlafen, weiterfahren), deswegen hier nur für alle Interessierten eine Liste der wichtigsten Orte, die wir gesehen haben: Grand Canyon, Zion Nationalpark, Bryce Canyon, Arches Nationalpark, Mesa Verde, Four Corners Monument, Monument Valley, Canyon de Chelly, Petrified Forest Nationalpark, Wald rings um Flagstaff, Arizona.
Und jetzt zu ein paar Erlebnissen aus dieser Zeit.
Im Grand Canyon gibt es jede Menge Squirrels, eine Art Eichhörnchen. Sie rennen neben den Wanderwegen herum, verschwinden so schnell, wie sie aufgetaucht sind und sind immer hungrig. Als wir unser Wanderziel auf halbem Weg hinunter in den gigantischen Canyon erreicht hatten, bauten wir unser Picknick auf. Sofort waren wir umgeben von einer Horde hungriger Squirrels. Die meisten ließen sich mit drohenden Handbewegungen vertreiben, aber eins, ein besonders fettes, war die Ruhe selbst. Wenn man nicht aufstand und auf das Squirrel zustampfte, bewegte es sich keinen Millimeter. Und selbst dann nur langsam. Wir teilten unser Picknick in Schichten ein. Während der eine die Sandwiches für beide vorbereitete, stand der andere herum und vertrieb die hungrigen Biester. Wenn wir die Sandwiches dann aßen war der andere mit Vertreiben dran. Entspannen konnten wir uns nach dem Essen.
In allen Nationalparks übernachteten wir in unserem Zelt. Die Campingausrüstung hatten wir vor unserer Tour bei Walmart gekauft, einer Supermarktkette, in der es einfach alles zu kaufen gibt. Der Vorteil dabei: Man kann auch alles zurückgeben. So holten wir uns bequeme Schlafsäcke, Isomatten und eine Kühlbox, also Dinge, die wir nur mit dem Auto mitschleppen konnten, und gaben sie nach unserer Rundreise einfach wieder zurück. Die Couchsurfer bei denen wir in Flagstaff wohnten, nannten das die „Walmart Rental Policy“ in Anlehnung an den echten Namen „Walmart Return Policy“.
Duschen kann man beim Campen nicht immer regelmäßig. Entweder gibt es auf den Campingplätzen keine Duschen, oder sie kosten zwei Dollar pro Duschgang. Wir nutzten jede Gelegenheit in irgendeinem Fluss oder See zu baden, um uns ein wenig zu erfrischen. Im Mesa Verde Nationalpark trafen wir dann auf eine Goldmine: Kostenlose Duschen! Wir duschten dort zwei Mal täglich in der Hoffnung, es würde vorhalten (tat es nicht...zu heiß).
Von Mesa Verde aus fuhren wir zum Four Corners Monument. Das ist ein Ort, mitten in der Wüste, an dem die Grenzen von vier Bundesstaaten der USA zusammentreffen: Arizona, Utah, Colorado und New Mexico. Der Ort ist einigermaßen bizarr, denn dort gibt es wirklich nichts. Es ist ein Ort in der Wüste, durch den unsichtbare Grenzen verlaufen. Die Indianerstämme, die in dieser Gegend wohnen und für die die amerikanischen Grenzen eigentlich ganz egal sind, haben sich den Ort jedoch angeeignet. Rund um den viel fotografierten Punkt stehen Verkaufsstände für Schmuck und Souvenirs aus Indianerproduktion.
All die Gegenden, durch die wir fuhren, sind ursprünglich Indianerland. Viele der Nationalparks liegen in Indianerreservaten, was bedeutet, dass man viele Navajo, Hopi, Zuni und Angehörige anderer Indianerstämme trifft. In einigen Gegenden gibt es viel Armut, was zu Problemen führt. Als wir am Campingplatz nahe des Canyon de Chelly unser Zelt aufstellen wollte, kam ein Navajo und fing an, mit uns zu reden. Er gab uns ein bisschen Indianerromantik zu hören: „Da hinten im Westen ist ein Tal, da geht die Sonne unter. Es wird eine ruhige Nacht, bis auf die Coyoten, die wahrscheinlich heulen werden.“ Am Ende wollte er uns etwas verkaufen, und als wir nichts kauften, wollte er einfach so Geld von uns. Da kam hinter einem Baum der Campingplatzwächter hervor. Aaron, ein weiterer Navajo. Er schickte den Bettler vom Gelände und wir fingen an, uns über alles mögliche zu unterhalten. Er erklärte uns zum Beispiel, wie ähnlich sich die griechische und die Navajomythologie sind. Es gibt bei beiden den Gott des Donners und sogar Medusa hat ein Äquivalent: Die Spinnenfrau. Wir unterhielten uns an diesem Abend lange und waren traurig, als Aaron gehen musste.
Als wir wieder in Flagstaff waren, wohnten wir nochmal eine Nacht bei den selben Couchsurfern wie vor der Rundreise. Isaac und Marguerite sind unerschöpfliche Quellen unterhaltsamer Hobbies. An diesem Tag lernte ich so zum Beispiel Slacklinen. Das ist wie Seiltanzen, nur weniger hoch. Es ist sehr schwer die Balance zu halten und man merkt erst am nächsten Tag, welche seltsamen Muskeln man dafür braucht. Gabi lernte an diesm Tag Jonglieren. Gemeinsam aßen wir gegrilltes Filet Mignon mit Kartoffeln und Maiskolben zu Abend. Das Highlight war aber, als ich mit Isaac ein Hufeisenrätsel bastelte. Wir kaufen uns Hufeisen, eine Kette und einen Metallring und schweißten alles zusammen. Das Ziel des Rätsels ist es, den Ring von den durch die Kette verbundenen Hufeisen zu lösen. Foto im Album.
Von Flagstaff aus fuhren wir 32 Stunden lang Zug nach Chicago. Es war gemütlich, wir schauten viele Filme, und kamen ausgeruht und entspannt in Chicago an, wo uns mein Austauschpartner aus Gymnasiumszeiten, Daric, und seine Frau Megan abholten.
Nach den letzten Wochen, die eindeutig von Steinen und Trockenheit beherrscht waren, standen die folgenden Tage unter dem Motto Wasser. Wir fuhren mit Darics Eltern Linda und Doug und den beiden Hunden Yogi und Zoey hinaus auf den Lake Michigan, wo ich zum ersten Mal Wasserski fahren konnte. Es ist extrem anstrengend und gar nicht leicht. Ich schaffte es immerhin, ein paar Sekunden aufrecht zu stehen. Dann ließen wir uns noch auf großen Reifen hinter dem Boot herziehen, was ziemlich wild ist, weil man über die Wellen springt.
Wir nutzen das verlängerte Wochenende mit einem Feiertag am Montag, um Freunde an einem weiteren See zu besuchen, dem Gun Lake. Dort fuhren wir Jetski und paddelten mit einem Kajak durch die Kanäle und über den See. Zum Abschluss unserer Wasserferien sprangen Daric und ich noch in den mittlerweile wild-welligen Lake Michigan und ließen uns von der Strömung herumwirbeln. Es war wunderbar.
Die nächsten Tage verbringen wir in Normal, Illinois, wo Daric und Megan mit den Hunden wohnen. Wir machen Ausflüge nach Chicago und in die Umgebung, genießen ein komfortables Haus und eine ruhige Umgebung. Die Tickets nach New York sind allerdings schon gekauft und wir freuen uns schon auf die Action, die mit Sicherheit dort auf uns wartet.

 _____________________________________
Portugues:

Nas últimas semanas nós fizemos um tour por algumas das paisagens mais impressionantes que vimos nessa viagem. Nós alugamos um carro e visitamos alguns dos famosos National Parks. Seria meio monótono descrever esses passeios aqui cronologicamente (apreciar a paisagem seca, beber muita água, fazer caminhadas, acampar e partir pra próxima), por isso vai aí uma lista dos principais lugares que visitamos, para os interessados: Grand Canyon, Zion Nationalpark, Bryce Canyon, Arches Nationalpark, Mesa Verde, Four Corners Monument, Monument Valley, Canyon de Chelly, Petrified Forest Nationalpark e a floresta nos arredores de Flagstaff, Arizona.
E agora, algumas das histórias que vivenciamos nesses dias:
O Grand Canyon é imenso e impressionante, como esperado. Para aproveitar mais a passagem, nós decidimos fazer uma trilha. Nesse passeio percebemos que o Grand Canyon é dominado por esquilos! Eles estao em todo lugar. E quando nós fizemos uma pausa para fazer nosso picnic, eles estavam especialmente interessados na nossa cominda. A maioria dos esquilos era fácil de assustar com alguns gritos e uma pedrinhas, com excecao de um esquilo gordao, que só se movia um milímetro se alguém saísse correndo e gritando atrás dele e, memo assim, devagar. Nós tivemos que dividir as tarefas: enquanto um fazia os sanduiches o outro ficava espanatndo o esquilo...Só deu pra descansar depois da comida.
Durante as duas semanas desse tour, nós passamos as noites acampando. Nós compramos todo o material de acampamento no Walmart. A vantagem do Walmart é que lá nao só se pode comprar tudo, como também se pode devolver tudo dentro de 90 dias, nao importa se voce usou a mercadoria ou nao. Sendo assim, nós compramos tudo que precisávamos, devolvemos quando voltamos e recebemos nosso dinheiro de volta. Os couchsurfers com quem nós ficamos em Flagstaff chama esse sistema de „Walmart Rental Policy“, zoando o nome original „Walmart Return Policy“.
O único problema de acampar, é que nem sempre é possível tomar banho. Ou voce está em um acampamento sem chuveiro, ou tem que pagar dois dólares por alguns minutos. Quando estávamos no parque Mesa Verde, encontramos uma pérola: um acampamento com chuveiros de graca. Nós tomamos banho duas vezes por dia na esperanca de ser suficiente por um tempo, mas nao deu certo...lá estava muuuuito quente.
Depois de Mesa Verde nós fomos para o Four Corners Monument. O „monumento“ é um lugar no meio do deserto onde as fronteiras de quatro estados se encontram: Arizona, Utah, Colorado e New Mexico. É um lugar meio estranho, pois lá na verdade nao há nada, só um ponto marcando esse encontro imaginário no chao. Em volta desse ponto há várias barracas dos índios que moram na regiao, para quem essas fronteira na verdade nao significam nada, que aproveitam a presenca dos turistas para vender suas bugingangas.
Todos os lugares pelos quais passamos, sao terras que pertenciam aos povos indígenas. Por isso, aqui ainda se ve muitos Navajos, Hopis, Zunis e pessoas de outras tribos. Em algumas regioes a pobreza é um problema. Quando montamos nossa tenda no acampamento perto do Canyon de Chelly, um Navajo veio puxar comversa. Primeiro ele comecou com um papo pra impressionar turista, do tipo: „Lá no oeste há um vale onde o sol se poe. A noite hoje será muito tranquila, com excecao dos coiotes uivando...“ Depois ele tentou nos vender uns colarzinhos. Quando dissemos que nao queríamos comprar nada, ele perguntou se nós nao queríamos simplesmente lhe dar dinheiro. De repente apareceu o guarda do acampamento, Aaron, também Navajo. Ele espantou o pedinte e passou horas e horas coversando com a gente sobre Deus e o mundo. Ele nos contou, por exemplo, que há muitas semelhancas entre a mitologia grega e a mitologia dos Navajo. Muitos deuses sao semelhantes e até a Medusa tem sua versao na mitologia indígena, a mulher aranha. A conversa levou horas e nós ficamos tristes quando chegou a hora da despedida.
Quando nós voltamos para Flagstaff, nós ficamos na casa dos mesmos couchsurfers que nos tinham dado abrigo na útltima que estivemos na cidade. Isaac e Marguerite, com quem nos demos muito bem, sao uma fonte inesgotável de hobbies, que eles adoram compartilhar com seus amigos. No dia em que passamos com ele o Berni aprendeu a andar na Slackline, por exemplo, um tipo de corda bamba, mas só a uns 70 cm do chao. Enquanto isso eu aprendi a fazer malabarismo :). Pra completar, Isaac e Berni saíram de repente pra comprar ferraduras e construíram uma espécia de enigma, onde se tem que tentar tirar um anel preso entre duas ferraduras ligadas por uma corrente....é melhor voces olharem as fotos pra entender :) A noite nós comemos filé mignon com milho verde e batatas grelhadas, uma despedida perfeita.
No dia seguinte nós acordamos as tres da manha para pegar o trem pra Chicago. A viagem durou 32 horas, mas apesar de longa, foi bem tranquila e confortável. Nós assistimos vários filmes e chegamos bem descansados em Chicago. Pela primeira vez, havia alguém nos esperando, Daric, o irmao de intercâmbio do Berni, e sua esposa Megan. Eles nos buscaram em Chicago e nos levaram para Michigan City, onde os pais do Daric, Linda e Doug, moram. O contraste com os dias nos National Parks, onde só vimos um desero atrás do outro, foi imenso. Nos últimos dias só temos visto água, água e mais água! Logo no primeiro dia nós fomos com toda a família (inclusive os cachorrinhos Yogi e Zoey) para o Lake Michigan.
O Berni aproveitou a oportunidade para fazer esqui aquático pela primeira vez. Eu me contentei e sentar numa bóia e deixar o barco me puxar pelas ondas. Uma delícia! A sugunda-feira foi um feriado aqui e nós aproveitamos o fim de semana prolongado e visitamos um outro lago, o Gun Lake. Lá nós andamos de Jetski e passeamos de canoa. Pra completar, quando voltamos pro Lake Michigan, o Berni e o Daric deram uma surfada no lago, que estava muito agitado por causa da mudanca do tempo.
Nós passaremos os próximos dias em Normal, Illinois, onde a Megan e o Daric moram com seus cachorrinhos. Nosso plano é fazer uns passeios para Chicago e arredores e aproveitar o conforto e a tranquilidade em Normal. As passagens para Nova York, nossa próxima parada, já estao compradas!

5 comments:

  1. QUE MARAVILHA!!! AÍ DEVE ESTAR MUITO BOM MAS NÃO VEJO A HORA DE VCS CHEGAREM AQUI. BEIJOS.

    ReplyDelete
  2. Oi Gabi!!! Que saudades!!! Que dia chegam aqui em Brasília? Beijos, Flavia

    ReplyDelete
  3. I'd like to undesrtand everything you guys write but it's still very lovely to read as much as I can ( + fantasy ;) and looking at the pictures. Send you best regards from Korea.
    Miss you.
    Younkyoung.

    ReplyDelete
  4. @mamae: Em duas semanas estaremos indo pra Belém!!!
    @Flávia: Flavinha! Também estou morrendo de saudade! Ainda nao sabemos exatamente em que dia chegaremos Brasília, mas com certeza será e outubro.
    @Youn: You can practice your German with our blog, cool ;-) We're happy that you read it! Hugs from New York City!

    ReplyDelete
  5. Como o tempo passa depressa! Gostei de todas as fotos! Divirtam-se e curtam tudo no Brasil!

    ReplyDelete